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Aktuelles aus den Instituten

Stand: Juli und August.2020


Sämtliche Physikalischen Behandlungen bei allen Diagnosen können nun wieder durchgeführt werden. Lediglich bei Gruppen –Bewegungstherapie (Gruppengröße 3 –4 Personen) werden noch nicht alle Gruppen angeboten.

Wir arbeiten unter Einhaltung sämtlicher, für den Gesundheitsbereich geltenden, Hygieneempfehlungen und Schutzmaßnahmen.

Auf Grund der Abstandsregelung mit strengem Wartezimmermanagement ist bis auf weiteres nur eingeschränkter Therapiebetrieb möglich.

Die kurzfristige Versorgung nach Operationen oder Unfällen ist gewährleistet.

Betreten und Aufenthalt nur mit Mund–Nasen–Schutz und bitte ausschließlich nach telefonischer Voranmeldung oder zu einem Termin!

Bitte beachten Sie im Institut die Markierungen bezüglich Sitz– und Stehplätzen. Sie helfen uns dadurch, die in diesem Rahmen theoretisch mögliche Behandlungskapazität auch tatsächlich anbieten zu können!

Bitte rufen Sie uns an, wenn Sie Therapie machen oder fortsetzen möchten.

Neu ist nun Gruppen–Bewegungstherapie auch in Wien 13.

Aktuelles aus der Medizin

Stand: Juli und August.2020



Tage drinnen – Plötzlich ist alles anders
Artikel von Luis Töchterle, Alpenvereinsmagazin

„Wir bleiben zu Hause”, wir müssen zu Hause bleiben. Jeder Blick durchs Fenster zeigt prallen Frühling, doch wir pendeln gehorsam zwischen Wohn– und Schlafzimmer, vom TV– zum Computerbildschirm. Und wollen angeblich alle nach draußen.

...Kein Mangel herrscht an Zukunftsprognosen und– fantasien, was „danach” alles anders sein wird. ...Mehr Rücksicht auf das soziale Umfeld oder auf die Umwelt soll es in Zukunft geben, mehr Solidarität mit die Schwachen und Benachteiligten, weniger Hektik und dafür neue Besinnung auf Werte, die zuletzt zu kurz gekommen sind.

...Dieses neue „Draußen” meint etwas anderes als große Abenteuer in der Natur, eher ein geringfügig anderes „Drinnen” mit Frischluft.

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem massiven Transformationsprozess, wir domestizieren uns immer stärker. Typische Merkmale: fettleibig und krankheitsanfällig.

Seit kurzem lebt die Mehrheit der Menschen in Städten. Mobilität findet fast nur mit Hilfe externer Energie statt. Die Verdrängung des Fahrrads durch E–Bikes mag dafür als Beispiel stehen. Oder die Ramsch-Airlines und die gigantomanischen Kreuzfahrtschiffe.
Bildschirme jeder Größe saugen täglich Stunden voller Aufmerksamkeit ab.
Körperliche Bewegung folgt meist nur einem medizinischen Imperativ, soll angeblich gesund sein. Fitnessstudios haben das damit zusammenhängende schlechte Gewissen geschickt kommerzialisiert.

Wohin sich dieser Homo domesticus gerade von einer über Jahrtausende im Einklang mit der Natur lebenden Spezies verabschiedet, gibt noch viele Rätsel auf.
Er nimmt den ganzen Globus als Geisel.
Sehr viele anderen Arten kommen da jedenfalls nicht mit und sterben reihenweise aus. Wir amüsieren nicht nur uns zu Tode, Gletscher schmelzen, Flüsse trocknen aus. Wo einst Regenwald war, wird Nahrung produziert.
Wirtschaftliche Kennzahlen verstellen den Blick auf die Wirklichkeit.

Müssen tatsächlich Krisen und Katastrophen ein Nachdenken über den Kurs erzwingen? Vermutlich hat noch nie in der Menschheitsgeschichte ein Ereignis wie die aktuelle Pandemie so deutlich gemacht, dass wir als Art gemeinsam sehr verwundbar sind.

Bergauf 03.2020, 6–9, Luis Töchterle