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Aktuelles aus den Instituten

Stand: März.2020


Auf Grund der geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus haben wir derzeit Notbetrieb.

Es werden nur unaufschiebbare Behandlungen durchgeführt. Aus organisatorischen Gründen sind alle früher vereinbarten Behandlungstermine storniert.

Melden Sie sich bitte unbedingt telefonisch, wenn Ihre Therapie dringend ist! Die Versorgung ist gewährleistet.

Auf Grund der derzeitigen Situation passen wir unsere öffnungszeiten dem Patientenaufkommen an.
Die Öffnungszeiten für den jeweiligen Folgetag entnehmen Sie bitte unserem Anrufbeantworter.

In allen anderen Fällen melden Sie sich bitte bei Bedarf wieder wenn die Schutzmaßnahmen aufgehoben sind.

Wir wünschen Ihnen Gesundheit und werden, so bald es möglich ist, wieder in vollem Umfang für Sie da sein!

Aktuelles aus der Medizin

Stand: März.2020



195 Jahre Punktschrift für Blinde

217 Millionen Menschen sind weltweit hochgradig sehbehindert (in Österreich 318000) und 36 Millionen blind (in Österreich 5000).

Dem Franzosen Louis Braille verdanken Sehbehinderte noch heute durch die von ihm im Jahr 1825 entwickelte und nach ihm benannte Brailleschrift den Zugang zu Schrift und Literatur.

Den weltweiten Siegeszug seiner Blindenschrift erlebte Louis Braille nicht mehr. Er starb 1852 in Paris an Tuberkulose.

Braille erblindete in früher Kindheit an einer Augenverletzung, noch bevor er in der Schule Lesen und Schreiben hätte lernen können.
Am weltweit ersten Blindeninstitut in Paris lernte er eine einfache Form von Blindenschrift kennen. Diese war von Wolfgang von Kempelen, einem österreichischen Erfinder und k.u.k. Hofbeamten für die blinde Komponistin Maria Theresia Paradis, eine Zeitgenossin von W.A.Mozart und Schülerin Salieris, entwickelt.
Aus diesem System erarbeitete der erst 16–jährige vor 195 Jahren die noch heute verwendete Sechs–Punkte–Blindenschrift.

In der Brailleschrift besteht jedes Schriftzeichen aus ein bis sechs Punkten. Im Deutschen gibt es 3 Versionen. Die „Basisschrift” mit allen Buchstaben sowie Zahl– und Satzzeichen, die „Vollschrift” mit zusätzlichen Zeichen für au, eu, st, ch, sch, ei und ie sowie die „Kurzschrift mit Kürzungen für Worte, Lautgruppen und Silben zum schnelleren Lesen. Zusätzlich gibt es noch eine Reihe von Spezialschriften etwa für Musiknoten, Mathematik, Chemie oder auch für Strickmuster. Die Brailleschrift kann auch am Computer geschrieben werden.

Durch die Digitalisierung wurde der Zugang zu Literatur und Wissen allgemein durch Hörbücher und Computerprogramme erleichtert.
Bis heute haben in Europa nur 5% der erhältlichen Bücher ein Leseformat, das für Blinde und Sehbehinderte geeignet ist. Bis vor kurzem waren literarische Werke urheberrechtlich geschützt und für die Umwandlung in ein barrierefreies Format war bisher entweder eine Lizenz des Verlages oder eine gesetzliche Erlaubnis notwendig. Auf Grund einer Änderung auf EU-Ebene dürfen jetzt Blindenbibliotheken barrierefreie Kopien online zur Verfügung stellen.

Quelle: Doktor in Wien 01_2020, 33, Bernhard Salzer