Komplexe Entstauungstherapie
Ergänzend zur Kompressionsbehandlung durch Bandagierung, kann im Einzelfall bei starker Fibrosierung, um den Entstauungseffekt zu unterstützen, eine Manuelle Lymphdrainage sinnvoll sein. Die anschließend angepassten Kompressionsstrümpfe dienen dem Erhalt der Entstauung und wirken dem Lymphödem entgegen.
Komplexe Entstauungstherapie (KPE)
Die Entstauung eines Lymphödems kann an Armen, Beinen, Thorax und im Gesichtsbereich durchgeführt werden. Der Ablauf gliedert sich in folgende vier Schritte:
Tägliche Kompressionsbandagierung
Die Kompressionsbandagierung erfolgt täglich über einen Zeitraum von zwei Wochen.
Tägliche Umfangmessung
Der Umfang der betroffenen Körperregion wird täglich gemessen.
Anpassung des Kompressionsstrumpfes
Sobald sich der Umfang nicht mehr weiter verringert, wird der Kompressionsstrumpf nach Maß angepasst.
Konsequentes Tragen des Kompressionsstrumpfes
Der Kompressionsstrumpf wird konsequent getragen, um die erreichte Umfangreduktion aufrechtzuerhalten.
Anwendungsbereiche
Die Behandlung kann insbesondere bei Lymphödemen und Lipödemen eingesetzt werden.
Primäre und sekundäre Lymphödeme
Schwellungen durch eine angeborene Fehlbildung der Lymphgefäße oder Schädigungen nach Operationen, zum Beispiel nach einer Lymphknotenentfernung bei Krebs.
Lipödeme
Chronische, schmerzhafte Fettverteilungsstörungen, die häufig mit Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen und Armen einhergehen.
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